ThyssenKrupp Fördertechnik profitiert vom boomenden iranischen Zementmarkt
Brech- und Mischbettanlagen für rund 17 Mio. €

Klaus-Reiner Esser
ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH, Ennigerloh

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Vor dem Hintergrund hoher Investitionen für den Wohnungs- und Industriebau im Rahmen einer starken Wirtschaftsdiversifizierung sowie dem verstärkten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur verzeichnet die Zementindustrie der Islamischen Republik Iran derzeit außergewöhnliche Zuwachsraten: Offiziellen Angaben zufolge soll die Zementproduktion bis zum Jahr 2005 um 50 % auf rund 48 Mio. Jahrestonnen erhöht werden; bis 2020 soll sie sogar auf 70 Mio. Tonnen anwachsen. Diese Volumina werden den eigenen Bedarf übersteigen, so dass zunehmend auch ausländische Absatzmärkte interessant werden. Derzeit werden im großen Stil landesweit bestehende Zement-Anlagen modernisiert und zahlreiche neue Anlagen errichtet.

Im Rahmen der Kapazitätsausweitungen der Zement-Branche konnte die TKF-Aufbereitungstechnik der ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH, Ennigerloh seit Jahresende 2003 sieben Abschlüsse im Gesamtwert von rund 17 Mio. € über komplette Kalkstein-Brech- und Mischbett-Anlagen mit Absetzern und Brückenkratzern verbuchen; weitere Aufträge stehen kurz vor dem Abschluss. Eingesetzt werden Ein- und Doppelwellen-Hammerbrecher sowie Prallbrecher.


Typische Aufhalde- und Entnahme-Anlage von TKF, wie sie in der iranischen Zementindustrie eingesetzt wird - hier allerdings im Kohleeinsatz an anderer Stelle Für die iranische Zementindustrie liefert TKF eine Reihe von Einwellen-Hammerbrechern - hier ein Typ Mamut MB 84/135 mit Plattenband
Bild 1: Typische Aufhalde- und Entnahme-Anlage von TKF, wie sie in der iranischen Zementindustrie eingesetzt wird - hier allerdings im Kohleeinsatz an anderer Stelle
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Bild 2: Für die iranische Zementindustrie liefert TKF eine Reihe von Einwellen-Hammerbrechern - hier ein Typ Mamut MB 84/135 mit Plattenband
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Auftraggeber sind führende iranische Zementhersteller wie Tehran Cement Company, Hegmatan Cement Company, Khazar Cement Company, Saveh White Cement Company, Gharb Cement Company, Firuzkuh Cement Com-pany und Ilam Cement Company.

Die bisherigen und die erwarteten Geschäftsabschlüsse sind das Ergebnis einer langjährigen Exporttradition mit der Islamischen Republik Iran, die von zahlreichen Aktivitäten flankiert wird. So führte das Unternehmen noch im Januar 2004 ein zweitägiges Zement-Symposium in Tehran durch, an dem mehr als 200 Führungskräfte aus der Branche teilnahmen.

"Unsere iranischen Geschäftspartner, alles hoch spezialisierte Fachleute, legen größten Wert auf effizienteste Verfahrenstechnik, auf hohes technisches Qualitätsniveau und auf einen gesicherten Service zu angemessenen Weltmarktpreisen. In all diesen entscheidenden Punkten konnten wir die Forderungen unserer Auftraggeber erfüllen," so Elmar Leiblein, leitender Manager des Ennigerloher TKF-Geschäftszweiges.


Kunden und Aufträge in Kurzform

Tehran Cement Company

Zur Leistungssteigerung der bestehenden Rohmaterial-Mahl-Anlage des Werkes Tehran wird eine neue TKF-Sekundär-Vorbrechanlage mit Trocknung, ausgerüstet mit einem Prallbrecher Type 250/210, geliefert; Durchsatzleistung 380 t/h.

Für die Erweiterung des Klinkerwerkes um eine Kapazität von täglich 3.400 Tonnen Klinker wird zusätzlich geliefert: eine Kalksteinbrechanlage mit einem Einwellen-Hammerbrecher Typ 84/135 (850 t/h) sowie eine Mischbett-Anlage mit einer Lagerkapazität von 2 x 50.000 to, bestehend aus einem fahrbaren Absetzer mit einer Förderleistung von 900 t/h und einer Auslegerlänge von 22,8 m sowie ein Brückenkratzer mit einer Förderleistung von 750 t/h und einer Spur von 37 m.


Hegmatan Cement Company

Für die Erweiterung des Werkes Hegmatan in der Nähe von Razan City in der Provinz Hamedan um 3.400 Tonnen Klinker pro Tag: ein Kalksteinbrechanlage mit einem Einwellen-Hammerbrecher Typ 84/135 (850 t/h) und eine Mischbett-Anlage mit einer Lagerkapazität von 2 x 50.000 t, bestehend aus einem fahrbaren Absetzer mit einer Förderleistung von 900 t/h und einer Auslegerlänge von 22,8 m sowie einem Brückenkratzer mit einer Förderleistung von 750 t/h und einer Spur von 37 m.


Khazar Loshan Cement Company

Die Leistung des Werkes Loshan wird auf 2.400 t täglich gesteigert. Die Kalksteinbrechanlage erhält einen Einwellen-Hammbrecher Typ MB 70/90 (1.000 t/h); das Längs-Mischbett wird auf eine Einstapel-Leistung von 1.200 t/h für den Absetzer aufgerüstet und der Brückenkratzer auf eine Rückladeleistung von 500 t/h.


Saveh White Cement

Die neuen Produktionslinien 2 x 3.300 Tonnen pro Tag Grau-Zement des Werkes Saveh werden von einer Kalkstein-/Mahl-Brecheranlage mit einer TKF-Einwellen-Hammer-Brecheranlage Typ MB 98/135 (1.800 t/h) betrieben.


Gharb Cement Company

Für den Leistung steigernden Umbau des Werkes Gharb liefert TKF einen Doppelwellen-Hammbrecher Typ TI 80D75 (1.250 t/h).


Firuzkuh Cement Company

Für das neue Zementwerk in Firuzkuh in der Provinz Tehran - Tagesleistung 3.300 t - liefert TKF eine Kalksteinbrechanlage mit einem Einwellen-Hammerbrecher Type 84/135 (1.000 t/h) und eine Mischbett-Anlage mit einer Lagerkapazität von 2 x 30.000 t. Die Anlage besteht aus einem fahrbaren Absetzer mit einer Förderleistung von 1.250 t/h und einer Auslegerlänge von 21,7 m sowie einem Brückenkratzer mit einer Förderleistung von 560 t/h und einer Spur von 35 m.


Ilam Cement Company

Das Zementwerk Ilam steigert seine Tagesleistung um 3.300 Tonnen. Hierzu liefert TKF eine Kalksteinbrechanlage mit einem Einwellen-Hammerbrecher Type 56/90 einschliesslich Vorabsiebung (1.300 t/h), eine Probeentnahmestation für die kontinuierliche Kontrolle der Materialqualität, eine Mischbett-Anlage mit einer Lagerkapazität von 2 x 30.000 t, bestehend aus einem fahrbaren Absetzer mit einer Förderleistung von 1.250 t/h und einer Auslegerlänge von 21,7 m sowie einem Brückenkratzer mit einer Förderleistung von 560 t/h und einer Spur von 35 m.


Quellen

Bilder: ThyssenKrupp Fördertechnik GmbH


Autor

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Vorliegender Artikel wurde im WISSENSPORTAL baumaschine.de im Juli 2004 veröffentlicht.
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